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Zweite Verhandlungsrunde zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst ohne Ergebnisse

Tariftelegramm TVöD

10.04.2015

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat auch in der dritten Verhandlungsrunde zur Entgeltordnung für den Sozial- und Erziehungsdienst, die am 9. April 2015 in Düsseldorf stattfand, kein Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeber erläuterten ihre Überlegungen zur Eingruppierung von Kitaleitungen und Erzieherinnen. Sie sind der Auffassung, dass es bereits im Jahr 2009 eine Aufwertung der Berufe gegeben habe. Deshalb sehen sie keine Notwendigkeit, die Eingruppierung erneut zu verbessern. Die Gewerkschaften wiesen darauf hin, dass es vor sechs Jahren gelungen sei, Verschlechterungen beim Wechsel des Tarifsystems vom Bundesangestelltentarif (BAT) zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) im Jahr 2005 zu korrigieren. Jetzt gehe es um die längst überfällige Verbesserung der Bezahlung.
„Die heutige Verhandlungsrunde", so GEW-Vorstandsmitglied Norbert Hocke, „war von Seiten der Arbeitgeber eher ein Ablenkungsmanöver. Konstruktive Angebote: Fehlanzeige." Die Beschäftigten erwarten eine Anpassung der Gehälter an die deutlich gestiegenen pädagogischen Anforderungen. Die Tätigkeitsmerkmale, nach denen die Eingruppierung vorgenommen wird, stammen größtenteils aus den 1970er Jahren. Seither haben sich gesellschaftliche Erwartungen und Qualität der Arbeit verändert. Dies muss sich in der Struktur der Eingruppierung widerspiegeln. Die Bezahlung muss substanziell erhöht werden.

Die Verhandlungen werden am 16. April 2015 in Hannover fortgesetzt.

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