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GEW rollt den roten Teppich für Frauen anlässlich des Internationalen Frauentages aus

Referat Frauenpolitik der GEW Niedersachsen

08.03.2015 - Hannover

Einen Tag vor dem Internationalen Frauentag am 8. März rollt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft den roten Teppich für Frauen aus. Am Samstag, dem 7. März, ab 11 Uhr sensibilisiert die GEW mit dieser Aktion alle Menschen, die um Hannovers Kröpcke herum ihren Erledigungen nachgehen.

Die Aktion des Referats Frauenpolitik der GEW Niedersachsen zum Internationalen Frauentag findet am 7. März 2015 ab 11.00 Uhr als Infostand in der Osterstraße / Große Packhofstraße (an den Bänken zwischen Schuh-Neumann und Zara) in Hannover statt.

Sie erinnert daran, dass Frauen sich seit 1911 auf der ganzen Welt gegen Ausbeutung und Ausgrenzung wehren und auch Gewerkschaft sich der Verantwortung bewusst ist, sich für ein faires Miteinander zwischen Frau und Mann mit gleichberechtigter Teilhabe am beruflichen Fortkommen und paritätischer Aufgabenteilung in der Familienarbeit einzusetzen. „Gerade für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit gut 70% weiblichen Mitgliedern", sagt die Leiterin des Referates für Frauenpolitik Wencke Hlynsdóttir, „ist es daher von besonderer Bedeutung, sich für die reale Gleichstellung von Frauen und Männern in unserem Organisationsbereich sowie in der Gesellschaft einzusetzen." Frauen erzielen seit Jahren schon höhere Bildungsabschlüsse als Männer. Über die Hälfte der bestandenen Abschlussprüfungen an Hochschulen werden von Frauen abgelegt und trotzdem, so Hlynsdóttir „verdienen Frauen weniger als Männer, wagen seltener Frauen den Schritt in die Selbstständigkeit, sind Frauen häufiger auf den Unterhalt durch Angehörige angewiesen, sind als allein Erziehende stärker von Altersarmut bedroht und Frauen arbeiten häufig unfreiwillig in Teilzeit, in Minijobs oder befristet."
Um diesen Missstand endlich zu überwinden braucht es dringend gleichwertige Lebens- und Arbeitsverhältnisse.

Die GEW fordert Frauen auf, sich zu engagieren. Ziele können nur erreicht werden, wenn Frauen bereit sind, sich auch z.B. in Personal- und Betriebsräten zu engagieren.

Gezielte Frauenförderung, beispielsweise durch Entwicklung geeigneter Gleichstellungspläne und der Verbesserung von Frauenförderung in den Gleichstellungsgesetzen sowie Maßnahmen zur Umsetzung diskriminierungsfreier Personalpolitik, könnte wesentlich dazu beitragen, dass Frauen in allen Bildungsbereichen in Führungs- und Entscheidungsfunktionen ihrem Anteil entsprechend repräsentiert werden. Dazu gehört für die GEW selbstverständlich auch, die Betreuungsinfrastruktur für Kinder und Pflegebedürftige qualitativ hochwertig auszubauen, damit Familie und Beruf vereinbart werden können.
Um eine wirkliche Gleichstellung zu erreichen, müssen Frauen fordern und dran bleiben! Gleichstel¬lungspolitik ist kein Vergnügen wie auf dem Ponyhof.

Und wie bereits Simone de Beauvoir sagte: „Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts."

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